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Aufgaben eines Präparators in der Schweiz

 

 

In der Schweiz werden die Präparatoren vom Verband Schweizerischer Anatomie und Pathologie Präparatoren (VSAPP) getragen.

Der VSAPP existiert seit 1985 und zählt derzeit ca. 50 Mitglieder. Der Verband hat aus Eigeninitiative die Prüfungsanforderungen und Richtlinien erarbeitet und bei dem BBT (Bundesamt für Berufsbildung und Technologie) 1994 durchgebracht. Seit 1995 wird jährlich eine Prüfung ausgeschrieben. Dies heisst jedoch nicht, dass auch eine Schule dafür gibt. Die Ausbildung erfolgt am Arbeitsplatz, durch Fortbildungen des VSAPP und durch Eigenstudium.

Von den ca. 50 Präparatoren haben bis jetzt 13 die Prüfung mit Erfolg absolviert. Der Grund dieser Zurückhaltung liegt darin, dass es nur wenig Vorteile bringt, kein grosser Druck von den Vorgesetzten ausgeübt wird und auch keine Lohnerhöhung erbringt. Präparatoren die seit 20 Jahren im Beruf sind, haben deshalb kaum eine Motivation diesen Aufwand zu erbringen. Es ist auch fraglich, ob die Prüfung eine 20 Jährige Berufserfahrung verbessern würde.

Jedoch wird jetzt vermehrt bei Bewerbungen oder wenn es darum geht, den Chefpräparator Posten zu besetzen, den Präparator mit dem Fachausweis bevorzugt

n der Regel ist hier der Beruf Präparator ein Zweitberuf. So kommen die Präparatoren aus den verschiedensten Berufsgattungen wie: Koch, Psychiatrieplfeger, Chemielaborant, Metzger, Sanitärinstalateur, Spengler, Schreiner ect.

Deshalb bringt jeder Erfahrungen und wissen aus seinem Beruf mit, wobei sich automatisch auch Spezialisierungen entwickeln.

Die Arbeiten und Aufgaben eines Präparators in der Schweiz sind sehr individuell. Je nachdem, in welcher Fachrichtung oder in welchem Institut man arbeitet, können die Aufgaben verschieden sein. Ich werde deshalb als Beispiel die Situation im IRM Bern nehmen.

Hier in Bern sind wir zwei Präparatoren, die beide den Fachausweis haben. Mein Kollege hat den Beruf Koch 16 Jahre ausgeübt, hat danach 8 Jahre in einer Pathologie sein präparatorisches können erlernt und ist seit drei Jahren im IRM tätig. Ich habe eine Lehre als Chemielaborant im IRM absolviert und bin jetzt seit 8 als Präparator tätig.

Wir sind in der glücklichen Lage ein enorm weites Arbeitsfeld mit viel Abwechslung zu haben, so dass es uns eigentlich nie langweilig wird:

  • Obduktionen
  • Röntgen
  • Fotografische Dokumentation
  • Wiederherstellung von verletzten Gesichter zur Identifikation
  • Einsargen
  • Mitarbeit bei Wissenschaftlichen Projekten
  • Präparateherstellung
  • Verwaltung der Asservate
  • Einfache Histologiefärbungen
  • Vorlesungswartung
  • Statistiken
  • Haustechnik:
  • Troubleshooting (defekte Kaffeemaschinen ect. :-))
  • Betreuung und Ansprechpartner von Handwerkern
  • Betreuung und Ansprechpartner der Architekten
  • Wäsche verwalten Materialbestellung (Logistik)